Leitbild

  1. Der Hospizverein DASEIN – Hoya e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und begleitet alle schwerstkranken und sterbenden erwachsenen Menschen sowie deren Angehörige, die unsere Hilfe anfordern.
  2. Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen. Wir wollen dazu beitragen, dass Menschen würdig sterben können und stehen ihnen in dieser Lebensphase bei. All dieses geschieht in ihrem persönlichen Umfeld.
  3. Wir gewährleisten die notwendige Kompetenz und Qualität für Sterbebegleitungen durch regelmäßige Fortbildung, die Pflege eines großen Netzwerkes und achten dabei auf unsere eigenen Ressourcen. Wir arbeiten ehrenamtlich und finanzieren uns durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir setzen uns dafür ein, ein öffentliches Bewusstsein dafür zu schaffen, dass das Sterben zum Leben gehört.

Konzept

Warum braucht der Hospizverein ein Konzept?

Vereinsarbeit ist Teamarbeit.

Damit wir gut arbeiten können, ist es notwendig, dass Begleiter und Vorstand nach denselben Leitsätzen, Prinzipien und Vorgehensweisen handeln.

Es ist wichtig, diese Grundlagen der Arbeit festzuhalten, damit alle, die im Verein arbeiten, eine Orientierung haben.

Unsere Grundprinzipien entstanden durch Erfahrungen in unserer Arbeit und wurden und werden auch weiterhin gemeinsam entwickelt.

Kein Einzelner ist so stark wie alle zusammen.

Unser Verein

Der Hospizverein DASEIN – Hoya e.V. wurde 2006 als gemeinnütziger Verein in Hoya gegründet und arbeitet eigenständig. Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Unterstützung von Sponsoren.

Der Hospizverein DASEIN – Hoya e.V. ist hauptsächlich in den Samtgemeinden Grafschaft Hoya und Bruchhausen-Vilsen tätig und leistet dort ehrenamtliche, ambulante und unentgeltliche Hospizarbeit.

Ambulante Arbeit heißt:

Wir gehen zu den Betroffenen, zu ihnen nach Hause oder in eine Institution.

In Absprache mit den anderen Hospizvereinen übernehmen wir bei Bedarf auch Begleitungen in den Randgemeinden.

Unser Verein und dessen ehrenamtlich Tätige begleiten schwerstkranke und sterbende Menschen und unterstützen auch die Angehörigen.

Die Begleitung des Sterbeprozesses steht im Mittelpunkt, d.h., dass wir uns vorrangig den Sterbenden widmen. Die Beratung von Angehörigen dient dazu, diese zu entlasten und ihnen den Umgang mit den Sterbenden zu erleichtern.

Wir begleiten alle Erwachsenen, die unsere Hilfe anfordern, unabhängig von Herkunft, finanzieller und sozialer Situation, Weltanschauung oder Religionszugehörigkeit.

Bei Anforderungen durch Institutionen, wie Palliativstützpunkte, Altenheime, Betreuungsvereine, Pflegedienste, Ärzte etc. vergewissern wir uns erst bei den Betroffenen, ob unsere Hilfe erwünscht ist.

„Das Zentrum unserer Arbeit besteht darin, Menschen ein würdiges Sterben nach ihren Bedürfnissen zu ermöglichen.“

  • Wir wollen durch Fürsorge und Beistand die Situation der Betroffenen erleichtern.
  • Wir sind zuverlässig da.
  • Wir achten und respektieren die Würde der Betroffenen.
  • Wir versuchen herauszufinden, was die Betroffenen wünschen – unabhängig von unserer eigenen Einschätzung.
  • Wir stellen Kontakte zu Hilfsorganisationen her (Sternenfahrten o.ä.).
  • Wir nehmen seelische Schmerzen der Betroffenen ernst.
  • Wir helfen, die letzten Dinge zu regeln.
  • Wir begegnen den Betroffenen mit menschlicher Zuwendung und Nähe.

Unser Netzwerk

Wir arbeiten in einem Netzwerk mit allen an der Pflege und Umsorgung sterbender Menschen Beteiligten. Dazu gehören Kontaktpflege zu den Pflegediensten, den Palliativstützpunkten, benachbarten Hospizvereinen, Ärzten, Mitarbeitern der Altenheime und Pflegestationen, sowie anderen paritätischen Organisationen, wie der AWO, des SoVD, dem Palliativ-Care-Team….u.v.a.

Wir informieren die Betroffenen über Angebote der Palliativstützpunkte und anderer Einrichtungen und stellen auf Wunsch Kontakte zu Religionsgemeinschaften her.

Abgesehen von unserer Kernaufgabe ist es ein Anliegen, den Hospizgedanken zu verbreiten. So bemühen wir uns um Öffentlichkeitsarbeit, d.h.:

  • Pressearbeit
  • Benefizveranstaltungen
  • Öffentliche Vorträge und Workshops
  • Werben neuer Mitarbeiter
  • Anwerben von Sponsoren 
  • Websitepflege
  • Pflege der Flyer

Begleiter und Begleiterinnen

Wir gewährleisten die notwendige Kompetenz für die Sterbebegleitung:

  • Wir werden nur tätig, wenn wir eine Ausbildung nach den Standards des deutschen Hospiz- und Palliativverbandes e.V. durchlaufen haben.
  • Wir nehmen an Begleitertreffen, Supervisionen und Fortbildungen verpflichtend teil. Der Verein gewährleistet mindestens eine jährliche Fortbildung der Begleiter/innen.
  • Wir sind Mitglied im Verein.
  • Wir halten uns an die Schweigepflicht und vernichten Unterlagen mit personenbezogenen Angaben, die nicht mehr benötigt werden.

Begleitungen

Die Ansprechpartner für die Schwerstkranken oder Angehörigen sind die Koordinatoren, die durch die Telefonnummer des Vereins oder durch das Bereitschaftshandy erreichbar sind.

Nachtwachen

Wir führen grundsätzlich keine Nachtwachen durch.

Nachtwachen können nur durchgeführt werden, wenn sich dies aus den Begleitungen ergibt und die Begleiter dies als sinnvoll erachten.

Trauerbegleitungen

Trauerbegleitung ist ein eigenständiges Aufgabenfeld und bedarf zusätzlicher Weiterbildung.

Zurzeit bietet unser Verein keine Trauerbegleitung an.

Supervision

Mehrfach im Jahr finden Supervisionen statt. Die Teilnahme ist für Begleiter verbindlich.

Jahreshauptversammlung

Einmal im Jahr findet die Jahreshauptversammlung statt, zu der der Vorstand alle Mitglieder einlädt.